Osterferien beim THW
Den Vormittag haben wir mit Abmessen, Sägen, Schleifen und Bohren verbracht. Das Ergebnis: Schwedenstühle! Da das Aprilwetter am Nachmittag nicht mehr auf unserer Seite war und es in Strömen geregnet hat, sind wir kurzerhand nach Bad Saarow in den Indoorspielplatz gefahren, wo sich alle austoben konnten. Zurück im Ortsverband haben wir gemeinsam gekocht und den Abend mit einer Runde THW-Jugend-Werwolf an der Feuerschale ausklingen lassen. Mit dem neuen Tag war auch die Sonne wieder da und wir konnten unsere Schwedenstühle bemalen und lackieren. Am Nachmittag mussten dann in Kleingruppen mehrere Stationen mit verschiedenen Aufgaben absolviert werden. Dabei waren nicht nur Geschick und schlaue Ideen gefragt, sondern vor allem der Teamgeist und die Kommunikation in der Gruppe. So mussten beispielsweise Ostereier mit dem hydraulischen Spreizer transportiert werden, ohne dabei kaputt zu gehen, oder ein Wassereimer auf einer Krankentrage durch einen anspruchsvollen Parcours balanciert werden. Natürlich haben alle Gruppen die Herausforderungen mit Bravour gemeistert! Belohnt wurde diese Leistung mit selbstgemachter Pizza am Lagerfeuer. Die meisten waren schon schlafen, die letzten Nachteulen noch in Gespräche vertieft, als um ein Uhr nachts plötzlich eine laute Sirene durch den ganzen Ortsverband hallte – Einsatz! Innerhalb weniger Minuten standen alle in vollständiger Ausrüstung auf dem Hof und teilten sich in zwei Trupps auf. Die Truppführer bekamen eine kurze Einweisung in die Lage: In der ersten Etage unseres Übungsturmes befand sich ein verletztes „Kind“, welches schnellstmöglich gerettet werden musste. Nach kurzer Überlegung stand der Plan: das Kind soll mithilfe einer schiefen Ebene aus Leitern und einem Schleifkorb über das Fenster gerettet werden. Während der eine Trupp Stative aufbaute, um die Einsatzstelle auszuleuchten, begann der andere mit der schiefen Ebene: Leiterteile zusammenstecken, den Schleifkorb befestigen und alles in Position bringen. Währenddessen wurde der „Patient“ bereits von 2 Helfern erstversorgt und betreut. Das Kind wurde erfolgreich gerettet und nach dem Rückbau des Materials konnten gegen vier Uhr dann alle wieder in ihre Feldbetten fallen. Am letzten Tag konnten wir zum Glück ausschlafen. Als alle fit waren stand uns noch eine letzte Herausforderung bevor: Zwei übereinandergestapelte IBC-Container sollten nebeneinander gestellt werden. Mit Büffelhebern, Hebekissen, einem großen Holzturm zum Unterbauen und viel Tüftelei kamen wir zwar ein ganzes Stück voran, trotzdem wurde der Turm irgendwann zu instabil und der Container stürzte ab. Aber auch das passiert mal. 😊
Damit waren unsere Ausbildungstage im Ortsverband und die Osterferien dann auch schon vorbei und wir haben unsere Lager abgebaut.
Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!