Foto: THW-Jugend / Dennis Leipner

9. April 2024

/now 2024 – Neuhausen

Vom Samstag, den 23.03.2024 bis den darauffolgenden Freitag, den 29.03.2024 waren mehrere Mitglieder unseres Ortsverbandes in Neuhausen und nahmen - sowohl als Teilnehmer, als auch als Betreuer - an der bundesweiten THW- und THW-Jugendveranstaltung „/now“ teil.

Jakob berichtet von der Woche in Neuhausen:

Jannis und ich waren in der ersten Osterferienwoche an der Veranstaltung /now dabei. Fine, Daniel und Caj aus unserem ortsverband nahmen auch teil, allerdings als /teamer:in und Buddies.  Ziel der Veranstaltung war Demokratiebildung, Teambuilding, Kommunikation stärken, Partizipation, Selbstreflexion und THW-fachtechnische Ausbildung. Dies begann in Buddygruppen zur gemeinsamen Vorbereitung der selbständigen An- und Abreise und setzte sich während der Veranstaltung mit Workshops zu Nachhaltigkeit und Persönlichkeitsübung, sowie Übungen fort. Kurzgesagt war die Veranstaltung ein voller Erfolg!

Samstag war Anreisetag, der sich dank der Bahn als schwierig genug gestaltet hatte. Nach erfolgreicher Ankunft am THW-Ausbildungszentrum Neuhausen, eines von dreien bundesweit, freuten sich alle auf das Abendessen und das Bett in – wohlgemerkt – Einzelzimmern. Vorher hieß es aber: Kontakte knüpfen mit den anderen Jugendlichen aus ganz Deutschland, ob aus Lübeck oder Markt Schwaben östlich von München.

Sonntag gab es verschiedene Workshops und Teamspiele. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und hatten beispielsweise die Möglichkeit, selber eine Uhr zu bauen und mussten uns als Gruppe der Aufgabe stellen, ein Ei möglichst leicht in schneller Zeit zu verpacken, sodass es, wenn es fallen gelassen wird nicht kaputt geht. Um das Kennenlernen zu festigen folgte am Abend in einer der Maschinenhallen eine „Silent-Disco“ – Party.

Montag und Dienstag standen Workshops in wechselnden Gruppen zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Nachhaltigkeit im THW auf dem Programm. Montagnachmittag fuhr die ganze Gruppe in den Landtag von Baden-Württemberg , um dort einiges über die Arbeit dort zu erfahren. Anschließend wurden wir in das angrenzende Restaurant zum Essen eingeladen. Dienstagnachmittag stand eine teilweise etwas chaotische Schnitzeljagd an, mit dem Ziel, auf einer Lichtung einen Zeltplatz für die Nacht einzurichten und unterwegs die notwendigen Gegenstände für das Abendessen im Freien aufzuspüren. Dazu mussten wir erst die Koordinaten herausfinden, sowie den Weg dorthin. Abends war die Stimmung bombig, am Lagerfeuer war es warm, das Stockbrot war lecker und trotz des sehr anstrengenden Tages, verbrachten einige die ganze Nacht an der Feuerstelle.

Mittwoch: die Hälfte der Zeit längst um und das Gefühl, gestern erst angereist zu sein, ist geblieben. Nach der schlaflosen Nacht frühstückten wir am Zeltplatz und packten alles Material zusammen. Dann hieß es den Weg zurück in das Ausbildungszentrum zu bestreiten und dort wieder alles auszuladen, auszubreiten, zu putzen und wieder in den Hallen zu verstauen. Nach all diesen anstrengenden Amtshandlungen und der Nacht war aber dennoch keine Zeit für lange Pausen, sondern lediglich für Mittagessen und eine halbe Stunde zum Duschen. Schnell Schuhe putzen und in Gruppen zusammenfinden, um anschließend an Stationen fachtechnische Ausbildung durchzuführen. Meine Gruppe startete beim Atemschutz und dort durchliefen wir die Übungsstrecke. Draußen war sehr bescheidenes Wetter und trotzdem bauten wir im strömendem Regen und eiskalten Wind eine schiefe Ebene an die Hauswand, um eine Person zu retten. Danach waren wir völlig durchnässt und hatten trotzdem noch eine Station vor uns. Der Steg Bau mit Bunden war dann aber nur noch halb so spannend.

Einen Tag später war dank Schlaf im eigenen Bett und ordentlichem Frühstück die Welt schon wieder in Ordnung. Morgens fand eine Art Privatmesse statt, an der sich verschiedene Teile des THWs vorstellten und auch die Agentur für Arbeit einen Stand hatte. Wir hatten viel Zeit und Möglichkeit für Austausch. Für mich folgte das absolute Highlight der Woche am Nachmittag. Die /teamer:innen organisierten eine realistische Zugübung. Dafür galt Antreten in voller PSA und das strikte Einhalten von THW-Strukturen. Ich war Helfer im Zugtrupp und kann nun sagen, dass es eine Menge Spaß macht aber auch durchaus anspruchsvoll ist, immer wieder kleine aufflammende Krisen zu lösen, sowie verschiedene Einsatzaufträge zu priorisieren. Am Abend folgte eine fette Abschlusspart mit viel Musik, Spaß und Freude.
Abschließend kann man sagen, dass die Veranstaltung einen super Mix aus waschechtem THW-Inhalt und Freizeit, sowie Demokratiebildung gebildet hat. Wir Jugendlichen hatten sehr viel Möglichkeit unser Selbstbewusstsein zu stärken und Partizipation zu leben. Wir hatten unsere Freiräume und lernten das Ausbildungszentrum auf ganz eigene Weise lernen. Ich persönlich danke allen, die das möglich gemacht haben und freue mich auf die Folgeveranstaltung nächstes Jahr.

Danke an Daniel Hofmann, Dennis Leipner, Lukas Hannig und Jonas Lorenz für die tollen Fotos 🙂